Der Weltmeister verpatzte Goger eine WM-Medaille

Wolfgang Goger wurde bei der Kickbox-WM in Orlando "nur" Fünfter.

Rund 300 begeisterte Kickboxfans begrüßten die Pischelsdorfer Kämpfer Roman Winkelbauer, Elisabeth Rumpf, Roman Durlacher und den gebürtigen Großsteinbacher Wolfgang Goger in Gersdorf bei der Heimkehr aus den Staaten. Die vier Oststeirer nahmen dort an den Amateur-Kickbox-Weltmeisterschaften teil. Während Rumpf und Winkelbauer gleich mit drei Goldmedaillen heimkehrten, gingen Goger und Durlacher in der Klasse bis 60 Kilo mit viel Pech leer aus. "Beide hatte beim Einzug ins Semifinale das Pech, den späteren Weltmeister durch Los zu bekommen", versteht Alois Peierl die beiden, denn die Chance aufs Stockerl war sehr groß. Goger betreibt schon seit sieben Jahren Kickboxsport und bereitete sich heuer ganz besonders auf die WM vor. Er wechselte vom Kickboxklub Großsteinbach/Ilz mit Trainer Fritz Hackl zum "Weltmeisterklub" Union Pischelsdorf, wo ihn Reinhard Ulz unter seine "Fittiche" nahm. Mit Durlacher als gleichwertigen Trainingspartner im Gespann, ging die Vorbereitung gut voran. "Wolfgang ist noch jung und ausbaufähig", ist Doppelweltmeister Reinhard Ulz von Gogers Einstellung begeistert. Vor dem WM-Start in Orlando gewann Goger den Carinthia-Cup in Klagenfurt, in der ersten WM-Runde kam er gegen einen Dänen klar mit 3:0 weiter. Nach der klaren Niederlage gegen den Weltmeister aus Russland musste sich Goger mit Platz fünf zufrieden geben. "Schade, aber letztlich kein Problem. Nächstes Jahr will ich bei der WM in Hamburg wieder dabei sein", nimmt es Goger gelassen. Am 15. November bestreitet er bei der Pischelsdorfer Kickbox-Gala einen Vollkontaktkampf gegen einen Tiroler.

MICHAEL ANDRÉE