Winkelbauer will ins Profigeschäft einsteigen
Kickbox-Weltmeisterin Elisabeth Rumpf ist von ihrer Heimatgemeinde enttäuscht.
Mit dem Schlosskutscher von Herberstein wurden die beiden Kickbox-Weltmeister Roman Winkelbauer und Elisabeth Rumpf als Überraschung zu einer kleinen WM-Party mit Freunden und Verwandeten in den Buschenschank Marienhof chauffiert. Knapp 40 Kickbox-Insider und Gastgeber Josef Schaller empfingen das Gold-Duo sowie die beiden Fünfplatzierten Roman Durlacher aus Stubenberg und Wolfgang Goger aus Großsteinbach mit einem köstlichen Gläschen Apfelsekt. Winkelbauer hatte sogar dreifachen Grund zum Feiern, da der Doppelweltmeister auch noch frisch gebackener Onkel wurde. "Diese Erfolge waren waren das größte für meine Eltern Maria und Otto", bedankte sich der Gersdorfer.
Eine Vorschau, was alles auf Winkelbauer zukommt, gab Trainer Reinhard Ulz. "Er steht auf der ersten Stufe zum Profisport. Nach dem ersten Probe-Kampf bei der Kickbox-Gala in Pischelsdorf gegen einen Profi entscheidet er, ob er ins Geschäft einsteigt".
Ein bisschen mit hängenden Kopf saß Weltmeisterin Elisabeth Rumpf mitten in der bunten Gästeschar. "Nun bin ich zum zweiten Mal Weltmeisterin geworden, doch von seiten meiner Heimatgemeinde Stubenberg hat mir bis dato niemand gratuliert", steht der Kickboxerin die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. "Ich erwartet ja nichts, doch ein kleiner Anruf hätte mich gefreut". Verwunderlich, denn die Stubenberger haben ihrer Weltmeisterin am so genannten "Walk of Sport" rund um den Stubenbergsee die 500-Meter-Marke gewidmet. Wie Rumpfs Kickboxkarierre weiter verläuft, ist noch offen. Bei der Kickbox-Gala am 15. November tritt sie auf alle Fälle wieder an.
MICHAEL ANDRÉE