Roman Winkelbauer gewann seinen Staatsmeistertitel ohne Kampf.


Gleich mit zwei neuen Bewerben gingen in Kindberg die Vollkontakt-Staatsmeisterschaften über die Bühne. "Es gab eine Neulingsmeisterschaft sowie Vollkontakt mit Low Kick als eigenen Bewerb", stellt Alois Peierl, Sportdirektor des österreichischen Nationalteams, diese Disziplinen vor. Dadurch kommen Einsteiger im Kickbox-Sport zu mehr Kämpfen bei einer Meisterschaft, andererseits bekommen die Routiniers im Low Kick-Bewerb früh mit Techniken aus dem Profisport zu tun.

Der dreifache Weltmeister Roman Winkelbauer sieht diese Entwicklung positiv, auch wenn er in seiner Gewichtsklasse meistens ohne Kampf gewinnt. So gewann er in der Schwergewichtsklasse eine Vorrunde durch technisches K.o., im Finale trat sein Gegner erst gar nicht an. Dabei hatten sich außer Winkelbauer noch acht Kickboxer für den Bewerb gemeldet. "Irgendwie kann ich es verstehen - ich will auch nicht gegen mich antreten", meint Winkelbauer lakonisch, doch für die WM-Qualifikation war der Titel eben nötig. Abreise zur WM ist nach seinem Comeback erst Ende September. "Vielleicht kommt in Wien eine Kickbox-Gala zustande", hofft der Gersdorfer noch auf einen hochkarätigen Kampf vor dem WM.

Außer Winkelbauers zwei Titeln räumten die Pischelsdorfer Kickboxer Joachim Gölles, Wolfgang Goger, Roman Durlacher, Katrin Hofer und Sabine Manninger noch vier weitere Titel ab sowie zwei Silbermedaillen. Alle sechs Athleten haben damit auch ein WM-Ticket in der Tasche, allerdings muss die Junioren-Vize-Weltmeisterin Sabine Manninger wohl aus beruflichen Gründen auf eine Teilnahme in Moskau verzichten.

MICHAEL ANDRÉE